Miami: Tag 2 - zwei neue Leute kennengelernt

Was für ein Tag. Deutlich besser als gestern. Zugegebenermaßen war gestern nicht ganz einfach. Das Uber vom Flughafen zum Motel zu bestellen war nicht ganz so einfach und das allerschlimmste waren die zwei Stunden Wartezeit vor der Immigration. Das Interview hat legendäre 2 Minuten gedauert und ging viel schneller als bei Esta. Danach war ich echt angepisst. Dann hat mich die Check-in Dame noch eine halbe Stunde warten lassen und ich war einfach nur froh irgendwann mein Zimmer zu haben. 

Heute morgen beim Auschecken hatte ich das Gefühl, dass es ein besserer Tag wird. Beim ewig langem Checkout habe ich nämlich Andreas/mittleren Alters/Bildtechniker für den BR aus München getroffen. Der hat mir spontan angboten, mich nach Miami Beach zu meinem Hostel zu fahren. Ich hätte das auch irgendwie geschafft aber dieses Angebot war schon genial. Hat euer Auto eine Sitzheizung? In Miami gibt es eine Sitzkühlung:
Mit Andreas habe ich mich super verstanden und wenn ich zwei Dinge von dieser Unterhaltung mitnehmen soll, dann erstens, dass man als Bildtechniker total genial rumreisen kann und dass er wünschte, seine Kinder hätten sowas mal gemacht. Und dann hat er noch von einer richtig coolen Sache erzählt. Ich kenne Yachtüberführungen. Aber er macht regelmäßig Wohnwagenüberführungen in den USA. Da gibt es wohl einen deutschen Anbieter. Ein cooler Typ.
Falls ich irgendwie mal Probleme habe, weiß ich, wenn ich in Miami anrufen kann.
Dann war noch Zeit bis zum Check-in. Also bin ich an den Strand gegangen. 

South Beach ist einfach nur wunderschön! Das kann man nicht anders sagen. Palmen, türkises Wasser und weißer Pulversand. Ein Hauch Karibik! Ich war glaub ich noch nie so nah am Äquator. Da ist leider ein kleiner Sonnenbrand mitdringewesen. Übrigens habe ich dann gleich mal so ein Lifeguard-Rettungsmanöver zu sehen bekommen. Es waren viele im Wasser aber einer ist abgedriftet und in die RiP-current geraten. Ist aber gut gerettet worden.

Dann bin ich also zum Check-in und habe mir auf dem Weg zwei Attraktionen angesehen, die nicht der Rede wert sind.
 Dann bin ich ab ins Art-deco Viertel. Alles Vorschläge meines bislang kompetenten Reiseführers. Irgendwie habe ich gar nicht gemerkt, dass ich in dem Viertel bin, weil mir die Häuser nicht aufgefallen sind. Keine Ahnung warum. Sie waren jedenfalls schön und der Vibe Miamis gefällt mir definitiv.

Dann habe ich mich via Couchsurfing mit einem Host in einem Diner verabredet. Hab das noch nie gemacht und am Anfang lief es nicht so aber am Ende haben wir uns gut verstanden. Morgen lerne ich noch seine Freunde aus Peru kennen und wir gehen Wyoming Walls oder so angucken. Wird bestimmt gut. 

Den Abend haben wir jedenfalls hier ausklingen lassen: Vor der Insel der Reichen! Jetzt bin ich zurück im Hostel und mache meinen Key West und Everglades Ausflug fertig. Dann ist Miami auch schon Passé.

Ein Wort noch zum Hostel. Ich habe noch nie in einem Hostel übernachtet und hier sind auch zweifelslos ein paar Idioten aber der Fakt, dass ich hier einfach einen Manager aus Brasilien treffe, der in der Hamburger Elbphilharmonie übernachtet hat und aufgrund der Atmosphäre ein Hostel vorzieht, spricht gewissermaßen für sich selbst. Mal gucken wie die Nacht wird.

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