Greyhound vs Flixbus - ein Vergleich

Ich bin im meinem Leben noch nie einen Greyhound gefahren. Nun hab ich zwei Fahrten hinter mir und komme zu dem klaren Entschluss: bitte nur, wenn es sein muss!

Ich verstehe gar nicht wo dieser Mythos "Greyhound" herkommt. Ich fand's jedenfalls relativ unangenehm. Kein Wunder, dass unser kleines Start-Up Flixbus aus München hier so am expandieren ist.

Es beginnt schon damit, dass man die Flixbus tickets entspannt online kauft und sich an irgendeinem markanten Punkt trifft, der als Abholstation dient ( ja, da musste ich in Miami echt suchen!). Greyhound verlangt (auf einigen Strecken), dass man Tickets entweder zuhause ausdruckt oder abholt. Und jetzt kommt der Hammer, und keiner wird sich mehr wundern, dass das Unternehmen in Schieflage geraten ist, Greyhound betriebt riesige Stationen im Land mit vielen Mitarbeitern.


Das folgende macht es für mich unbequemer als bei Flixbus und für das Unternehmen kostenintensiver: Man muss zum Ticketschalter gehen und sein Gepäck einchecken! Wie am Flughafen. Kein Witz! Die kontrollieren sogar, ob man Übergewicht hat. Bei Flixbus geht das einfach alles unten rein. 

Dann sitzt man also in diesem Wartebereich zwischen Obdachlosen und psychsich kranken oder pöpelnden Menschen. I love it. Aber jetzt geht es ab zum Boarding! Juhu. Man reiht sich in eine Schlage, im richtigen Boardingbereich, vor einer Tür ein und die Tickets werden kontrolliert. Man hat das Gefühl am Flughafen zu sein.

Im Bus ist anders als bei Flixbus freie Platzwahl. Das hat Vor- und Nachteile. Die Sitze und das Infotainmentsysten sind, anders als bei Flixbus exzellent. Dass mit dem Infotainment ist wieder so eine Flugzeugsache, wie mir gerade auffällt. 
An sich sind die Greyhoundbusse aber aus drei weiteren Gründen schlechter. 1. Die Busse sind älter und man spürt ein Schlagloch ehr (ungefähr das Feeling: amerikanischer Schulbus mit guten Sitzen). 

2. Greyhound ist im Grunde ein rollender Drogenbus. Ich bin mir nicht sicher, ob auch Drogen, wie Croissant bei AirFrance, verteilt wurden, aber es hat immer nach Gras gerochen. Dementsprechend sitzen da auch total komische Leute. Da war jemand mit Hund und einfach ganz viele Menschen, wo dir dein Bauch sagt, setz dich mal lieber ein paar Reihen weiter vorne hin und guck schön deinen Film.

3. Greyhound macht anders als Fluxbus diese völlig dummen (langen) Zwischenstopps, wo man den Bus verlassen und wieder "reboarden" muss. Das können gerne mal 4 Stopps auf der Strecke sein. Bei Flixbus wird kurz an jeder Haltestelle gehalten und gehupt. That's it!

Ich glaube jetzt ist klar, dass ich mich darauf freue, nur noch eine Greyhoundfahrt vormir zu haben. Ab dann nur noch Flixbus!

Boah ne eine Sache noch! Heute musste ich den Greyhound in Columbia wechseln und das war vielleicht ein Chaos. Bitte die folgende Situation im Kopf vorstellen: man kommt an einem großen Parkplatz an einem Lagerhaus an, wo man in einen anderen Bus steigen soll. Vor dem Infoschalter ist eine 500 meter lange Schlange. Die Busse sind alle anonym unterwegs und wollen einfach nicht preisgeben, wo sie hinfahren. Die Busfahrer, die man ab und zu anspricht sind keine Hilfe. Es fängt an zu regnen. Der erste ruft die Polizei, weil sein Koffer geklaut wurde und wo ist nur dieser verdammte Bus, der gleich abfährt?! Von den Passagieren hat natürlich auch keiner eine Ahnung, wo es nach Charleston geht.

Ein einziges Chaos!
Danke Greyhound aber nein danke!
Lenny

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