NYC Tag 4: Americano!
Was für ein Tag. Da war defintiv keine Zeit mehr abends einen Blog zu schreiben. Der letzte Tag in NYC hatte es in sich. In vielerlei Hinsicht!
Jetzt ist aber der Part erreicht, wo der Abend richtig nett wurde. Ich dachte, dass wir noch einen anderen Couchsurfer treffen und dann gemeinsam zu dem Musical " Americano" gehen. Als wir vorher noch im Stechschritt zum Pizzaladen gelaufen sind, waren wir aber plötzlich 6 Leute. Alles Fremde, die sich nicht kannten.
Ich bin diesmal nach Downtown losgezogen, um mir nochmal ein paar der klassischen Attraktionen anzugucken. Angefangen an der Spitze Manhattans, im Battery Park, habe ich mich hochgearbeitet.
Zwischenstopp habe ich bei der Wall Street gemacht. Ab zum one World Trade Center, wo mich das Mahnmal an 9/11 immernoch bewegt. Man muss dieses imposante Denkmal einfach mal selber sehen, die Namen aller Lesen, die gestorben sind, um auch nur annähernd verstehen zu können, welche Wunde dieser Terroranschlag in die amerikanische Gesellschaft geschlagen hat.
Ich weiß bis heute nicht, wie tief der zweite Wasserfall ist oder wo das Wasser hinführt. Ich weiß nur, dass am Geburtstag eines Verstorbenen, eine Rose in den eingravierten Namen gesteckt wird.
Anschließend bin ich noch kurz nach China und Italien gefahren. Jeder weiß, dass damit in New York Chinatown und Little Italy gemeint sind.
Von dort aus bin ich ein ganzes Stück mit der U-Bahn zu den vereinten Nationen gefahren, um dort an einer Führung teilzunehmen.
Hier kann man aber auch immer Pech bei haben, wenn gerade eine Sitzung stattfindet. Lucky Lenny hatte aber gerade eine Mittagspause erwischt, sodass ich hinter alle verschlossenen Türen blicken konnte. Am bekanntesten sind sicherlich der Sicherheitsrat und die Vollversammlung:
Was ich von der Führung mitnehmen werde, hat so gar nichts mit der UN zu tun. Ne, ist viel witziger! Wo denkt ihr findet das zweitgrößte Oktoberfest der Welt statt?
Die Antwort ist überraschend: in Blumenau! Wo zum Teufel? Brasilien. Ja, richtig gelesen. In Blumenau/Brasilien findet jährlich das zweitgrößte Oktoberfest der Welt mit bis zu 750.000 Besuchern statt. Es ist nach dem Karneval in Rio, dass größte Volksfest in Brasilien. Woher ich dass weiß? Die Tourguidin stammt aus Brasilien und überascht wohl gerne die Deutschen mit diesem interessanten Fakt.
Infos und was das "1-Meter-Bier" ist, gibt es in diesem sehr unterhaltsamen Video:
https://m.youtube.com/watch?v=Hz4CSnPOe70
Die Spinnen doch die Bayern! Jetzt musste ich jedenfalls weiter, da ich mich über Couchsurfing noch mit dem guten Oliver verabredet habe. Wir sind (sehr sportlich) den Hudson heruntergeradelt und haben noch an dem coolen Park ein Stopp gemacht, wo Little Island wunderbar vor der Skyline downtowns liegt.
Dann stellt sich heraus, dass er in einem Appartementkomplex mit einer Dachterasse wohnt, die einem gut 40 Dollar spart. So viel muss man ungefähr im Empire State Buildung hinblättern.
Jetzt ist aber der Part erreicht, wo der Abend richtig nett wurde. Ich dachte, dass wir noch einen anderen Couchsurfer treffen und dann gemeinsam zu dem Musical " Americano" gehen. Als wir vorher noch im Stechschritt zum Pizzaladen gelaufen sind, waren wir aber plötzlich 6 Leute. Alles Fremde, die sich nicht kannten.
Kein Problem weil im 99 Cent Pizzaschuppen kostet ein Stück -genau- 99 Cent und da haben wir eben noch eine weitere riesige Pizza bestellt. Ein Stück entspricht übrigens einer halben deutschen Pizza. Naja, also das war dann ein nettes Abendessen im Central Park mit wie er/sie auch immer alle hießen.
Zu viert sind wir dann zu Americano gegangen, bzw netterweise eingeladen worden. Die hatten irgendwie einen Dauerpasss und da kostete die Karte dann nur 5 Dollar. Americano ist, obwohl es in der Nähe des Broadways liegt, kein Broadwaymusical. Vielleicht wird es eins. Das ist jedoch nicht wichtig. Mir hat es absolut gut gefallen.
Es ist ein Musical über die "Dreamer" in Amerika. Diejenigen, die als kleine Kinder illegal mit ihren Eltern über die Grenze gekommen sind. Insofern ging es in dem Stück, thematisch gesehen, um Identitätsfindung. Da hat es auch nicht gestört, dass es zuweilen mal patriotischer war. Was mir besonders gut gefallen hat, war der nachdenkliche Ton, auf den das Stück geendet hat. Es ist immernoch keine Selbstverständlichkeit, dass "Dreamer" amerikanische Staatsbürger werden.
Nach dem Ende des Stücks ist so normalerweise meine Uhrzeit, wo mein Kopf keine Lust mehr auf das ganze übersetzen hat. Es ist wirklich anstrengend, konstant alles zu übersetzen. Wir haben uns dann aber noch zu viert in die Lounge auf Olivers Appartementkomplex gegangen und haben uns, bei guten Geschichten, noch bis in die Nacht hinein über Couchsurfing und Reisen unterhalten.
Genau, was für ein Tag!
Viele Grüße
Lenny
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