Tampa Tag 2: Eine Stadt, die mich mag
Endlich mal ausschlafen. In Gram's Place schläft man nähmlich auch gut. Gestern hat mich die Stadt schon überrascht, heute hat sich bestätigt, dass sie mich irgendwie mag. Ich hab zumindest so ein Gefühl...
Der Tag hat definitiv gut angefangen. Mit einem vernünftigen Frühstück
Zubereitet von niemand geringerem als mir! Ja richtig gelesen. Das "Breakfast included" bedeutet in diesem Fall, wir stellen dir alle Zutaten, damit du dir in der Küche ein Basic Breakfast machen kannst. Ist doch hammer! Du kannst dir genausoviel machen wie du brauchst und machen, was du willst. Ich sollte also gut gestärkt in meinen Tag starten.
Dann habe ich, nachdem es mir Patrick der Uber-Fahrer gestern nochmal ans Herz gelegt hatte, mir ein Uber nach Clearwater Beach bestellt. Ich wollte einmal die Golfküste sehen. Nicht billig, aber dafür ist Reisegeld da.
Wenn man mir die Wahl gibt, Clearwater oder Key West? Definitiv Key West! Ich habe einen Uber- Fahrer gefragt und so sieht Tampas Nummer 1 Strand aus:
Es ist im Grunde ein Riesenstrand mit unglaublich vielen Menschen. Als Alleinreinsender stellt sich da immer das Problem, wo lässt man seine Sachen sicher? Ich hab dafür eine ziemlich gute Lösung gefunden. Ich binde meine Sachen einfach mit einem Schloss an eine Palme, verschließe den Rucksack mit einem Schloß. Dann frag ich manchmal noch Leute, ob Sie einen Blick drauf werfen können.
Ich hab dann mal die Wassertemperatur gecheckt und die ist genau richtig. Also genau richtig. Key West Wasser war wirklich warm ( wärmer als die Luft). Ich hab ein paar Runden im Wasser gedreht. Dann habe ich ca 100m entfernt Delfine bei einem Ausflugsboot schwimmen sehen. Dann ist mir klar geworden, dass Florida ein perfekter Ort zum Delfinwatching ist.
Spontan war es noch möglich dieses niedliche Bötchen zu boarden. Für nur 25 Euro!
An Bord war ich überrascht, mit welcher absoluter Sicherheit die Crew die Sichtung von Delfinen ankündigte (klingt ungefähr so: Aaaaare you guys ready to see some Doooolpins?!) Das könnte ja auch ganz laufen, dachte ich mir.
Kaum waren wir draußen, habe ich realsiert, dass ich dieses Boot völlig falsch eingeschätzt habe. Dann habe ich auch verstanden, wie das mit dem Delphin-watching hier in Florida läuft. Das Boot hat nur eine verniedlichende Verkleidung. Im Grunde genommen ist es ein brutal leistunsgstarkes Speedboat.
Dieses Boot macht mehrere konstante, starke Heckwellen, auf denen die Delfine surfen, wenn Sie Lust haben. Das klingt doch ziemlich cool. Zunächst haben wir nur Delfine aus der Entfernung gesehen.
Doch dann hatten die Delfine richtig Bock!
Es war unglaublich! Circa 3 besonders spielfreudige haben dann auf der Heckwelle gesurft, sind durch die Luft gesprungen und haben Kunsttücke gemacht. Die waren richtig gut drauf. Als jemand, der auch schon mal kurz gesurft hat, stell ich mir das so als Delfin echt cool vor. Ich habe ein tolles Video, dass ich von meiner Kamera nicht runterbekomme, dafür hier ein paar Bilder:
Das war sehr beeindruckend. Als dann auch noch drei Babydelfine vorbeischwammen, sind einige echt mit einem großen "Ooooooh" dahingeschmolzen.
Auf dem Boot hab ich mich mit einem Familienvater aus Orlando gut verstanden aber Orlando liegt nicht auf meiner Route. Dann hab ich wieder einen dieser offnen Uber-Fahrer getroffen, der mich nach Saint Petersburg gebracht hat. Saint Petersburg in Florida natürlich. In das andere kommt man ja gar nicht mehr rein.
Saint Petersburg hat eine Attraktion die in meinem Reiseführer hoch beworben wurde - das Salvador Dalí Museum. Es hat die weltweit größte Sammlung und einige Werke, die mich zum Denken angeregt haben.
Im Museum hatte ich leider nicht viel Zeit, aber es war definitiv den Besuch wert. Anschließend bin ich als Uber Stammkunde zurück nach Tampa gefahren worden, wo ich wieder in der coolen Markthalle gegessen habe und froh war, dass dieses Unwetter erst einsetzte, als ich wieder im Hostel war
Oh Tampa, du Stadt am Wasser, du schönes Hostel, du hast mir viel gezeigt und ein paar coole Leute kennenlernen lassen. Danke dir dafür! Ich behalte dich in guten Erinnerungen
Lenny!
Interessante Leute, die ich in Gram's getroffen habe
- Musiker/Englischlehrer aus Rotterdam
- LKW-Fahrer aus Kasachsten, der 10 Jahre lang Deutsch studiert hat
- witzigen Jamaikaner


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