I did it! - Becoming a WFR
7 Tage Wilderness First Responderkurs ligen hinter mir. Von 8:30 - bis 18:00 Kurs und dann von 20:00 bis 1:00 nachts nachbereiten/vorbereiten. Ja, es war die bisher größte Herausforderung für meine Englischkenntnisse. Noch heraufordender als Shakespeare in der Oberstufe.
Woran liegt das? Ganz einfach: Medizinische Fachbegriffe wie ischema oder pneumonia sind schon auf Deutsch nicht jedem geläufig. Dann kommen noch die Abkürzungen/Akronyme dazu. PPV (Positive pressure vetilation) /AlS/STOPEATS (Sugar, Temperatur, oxygen,Pressure, Electricty, Altitude, Salt) /BLS/ICP/TBI oder UTI muss man erstmal enträtseln und dann übersetzen. Und zuguterletzt habe ich Null Ahnung von Bio.
Aber ich hab es gemeistert und bin stolz! Ich bin da echt mit einem Lächeln rausspaziert. Im Nachhinein sieht man durch die rosarote Rückblickbrille alles verzerrt. Ich vermisse den witzigsten Lehrer Phil und die anderen netten Teilnehmer. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass mich der Schlafmangel und das Lernen extrem gefordert haben. Also ich blicke mit gutem Gefühl zurück auf diesen Kurs. Denn das wichtigste: ich habe eine Menge gelernt.
Jeden Tag haben wir Theorie und Praxis gehabt. Präsentation und Simulation. Die Drills waren natürlich spannender. Die beste Übung war ein Bootsunfall am Strand. Hier bin ich wortwörtlich baden gegangen. Die Simulation waren aber auch anspruchsvoll. Phil hat hohe Standards und wenn man nicht das gesamte PAS (Patient Assesment Protocoll) durchgeht, bleibt der Patient U on AVPU (unbewusst).
Der Kurs "Wilderness First Responder", der für Externe übrigens 800 USD kostet (Vollpension), spezialisiert sich auf die Behandlung von Patienten in der Wildnis. Hier sind die Probleme und insbesondere die Evakuierungsmöglichkeit deutlich anders, als in der Stadt. Ja, ich fühle mich wirklich bereit, Patienten zu helfen. Wenn man wenig Wissen hat, kann ein Notfall schnell einschüchternd sein, aber wenn man weiß, was zu tun ist, gibt einem das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dieses Zertifikat ermöglicht mir, Kinder auf Paddeltouren in die Wildness Kanadas/Nordminnesotas mitzunehmen. Ich hoffe, dass ich auf so eine 7 tägige Tour gehe.
Der schriftliche Test war überraschend einfach (multiple choice) und die Praxisprüfung ist ausgefallen. Phil hat uns beim Üben auf den Praxistest beobachtet und war überzeugt, dass wir alle die notwendigen Fähigkeiten besitzen. Ein wirklich interessanter und vor allem witziger Mensch, der schon viel gesehen und erlebt hat. Die Teilnehmer, die auch z.T. in andere Camps geschickt werden, waren premium. Abends mit Isac und Lucas am See fischen - einfach cool!
Der Kurs war schon wirklich schwierig und umfangreich. Wir haben z.B. an Schweinefüßen die Wundversorgung geübt und diverse Themen in der Tiefe bearbeitet. Ich kann und weiß weit mehr, als auf der Scheckkarte steht. Ich habe mein Zertifikat, das jetzt für drei Jahre gültig ist. Ich bin unglaublich stolz und froh, alle diese Menschen getroffen zu haben.
Ohne Pause bin ich jetzt für 7 Tage im eigentlichen Camp Training. Mit dem anderen Deutschen rege ich mich gerne über das ganze Gesinge auf. Mal gucken, wie sich das Training noch entwickelt. Dann kommen die Kids und die Action beginnt. Blogeintrag folgt.
Viele Grüße vom Land der 10.000 Seen und 100.000.000 Mücken, die so krass sind, dass sie durch Kleidung stechen können. Ich hasse diese Viecher!
Lenny
Congrats👏!
AntwortenLöschen👏👏👏👍👏👏👏
AntwortenLöschenSchakka, wie cool ist das denn! Gratuliere
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