Willkommen im YMCA Camp Idhuhapi!
Ich weiß, ich weiß, dieser Blog ist mehr als überfällig. Ich hätte jedoch nicht gedacht, dass mich die Arbeit zeitlich, menthal und physisch so beansprucht. Willkommen im amerikanischen Sommercamp!
Aber im großen und ganzen war sie anstrengend. Das ständige Heulen, weil sie etwas nichr finden können, das Bettnässen, die Lautstärke generell, das Rumgelaufe, dieser Fressneid, das Fehlen eines Langzeitgedächtnisses und das Fehlen eines Verständinisses von "Sinn"( Verschütte nicht dein Wasser, sonst hast du später keins mehr. 15 Minuten später: alles verschüttet und ich hab Durst). Diese Altersgruppe handelt nicht mit Intention sondern nur nach Reizbefriedigung.
Letzte Woche hatten wir, direkt nach dem WFR-Training, das Staff-Training. Ich hätte mir so dringend eine Pause gewünscht aber gut. Das Training war eine wirklich nette Zeit. Wir sind hier insgesamt um die 50 Mitarbeiter, was deutlich zu wenig ist. Jeder einzelne bringt aber Unmengen an Energie, sodass es mittlerweile einigermaßen rund läuft.
Im Training haben wir viele Präsentationen über Child Protection, Inklusion, Does and don'ts ( sehr viele don'ts) und sehr viel anderes gelernt. Wir haben Lieder gesungen, getanzt und Theater gespielt. Es war eine wirklich wirkliche tolle Zeit mit allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.
Um mal einen Überblick über die Internationalität dieses Camps zu geben, wir haben hier Leute aus:
- Spanien
- Großbritannien
- Deutschland
- Mexiko
- Kolumbien
- Kanada
Alles sehr sehr nette Menschen. Am besten hat mir das Square dancing am letzten Abend gefallen. Bin normalerweise echt nicht der Tänzer, aber das ist echt eine witzige Angelegenheit! Freitagabends geht's hier regelmäßig in die "Chooch". Ein nettes Restaurant, dass seinen Namen aufgrund der Nähe zur Bahnstation hat.
Und dann ging es auch direkt am Sonntag los. Die Kinder kamen hier an und ich hatte nicht wirklich eine Ahnung, wie die Dinge hier laufen. Dafür hat mein Kollege Isaac ( 2 Betreuer pro Hütte) viel Ahnung und Energie. Energie ist auch das Stichwort für meine Camper. Am Ende der Woche war nichts mehr an Energie übrig. Denn wir hatten 8 achtjährige Kids. Jesus, das war vielleicht anstrengend. Natürlich waren da eine handvoll Momente, wo man die Kids irgendwie ins Herz geschlossen hat. Zum Beispiel während des Kochens draußen.
Aber im großen und ganzen war sie anstrengend. Das ständige Heulen, weil sie etwas nichr finden können, das Bettnässen, die Lautstärke generell, das Rumgelaufe, dieser Fressneid, das Fehlen eines Langzeitgedächtnisses und das Fehlen eines Verständinisses von "Sinn"( Verschütte nicht dein Wasser, sonst hast du später keins mehr. 15 Minuten später: alles verschüttet und ich hab Durst). Diese Altersgruppe handelt nicht mit Intention sondern nur nach Reizbefriedigung.
Zusätzlich schwierig waren die Kinder mit ADHS und Angststörungen. Wir haben die Resoucen im Notfall, aber generell sollen wir damit alleine klarkommen.
Wir sieht so ein typischer Tag aus?
- 6:45 aufstehen, weil eines der Kinder ein Ricky ist und morgens laufen will
- 8:00 Flag-raising ( noch nicht einmal die amerikanische Flagge...)
- anschließend Frühstück
- dann gibt es zwei routierende Aktivitäten (Kanu/Kunst/Bogenschießen/schwimmen etc)
- um 12 ist Mittagessen
- Ruhezeit
- wieder routierende Aktivitäten
- um 5 Flag-lowering
- um 6 Essen
- Abends entweder ein Spiel oder ein gemeinsames Lagerfeuer
Was man noch über das Camp wissen muss: soviel Natur 30 Minuten vom Stadtzentrum ist überwältigend! Wir haben hier einen riesen Wald und einen etwas stinkigen See. Hier mal einen Überblick über die Tiere, die man hier treffen kann( updated 09/2022):
- Rehe vor dem Badehaus
- 1 000 000 Mücken
- tausende Zecken
- Ein paar Rehe
- Weißkopfseeadler
- Reiher
- viele Schildkröten
- Bieber
- wunderschöne Glühwürmchen
- viele unsympathische riesige Spinnen, die beißen
- Pelikan
- Reiher
- kleinere Schlangen
- Stinktier
- Waschbären
- Kolibri
Ich freue mich auf nächstes Woche, denn ich habe endlich ältere Jungs! Das wird hoffentlich entspannter. Ich hoffe, dass jetzt alle einen Eindruck vom Camp haben. Wie gesagt, sehr wenig Zeit, sehr gute Leute und schöne Natur!
Peace out!
Lenny

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