CITs in the Summer!






Nachdem wir am 4. July einen extra Feiertag zur Erholung hatten, erschienen am nächsten Tag die Counselors in Training (CITs).

Abby, Carter, Marco, Logan, Parker, Eva und Marcus hatten sich für, sagen wir ein Vorbereitungsprogram, für den Betreuerjob angemeldet. In der ersten Woche ist nicht viel passiert. Ich sehe es nicht wirklich als meinen Fehler, denn ich co-leite das Program nur und kenne mich mit Curriculum etc. überhaupt nicht aus.

In der zweiten Woche ging es aber deutlich spannender her. Wir sind an die kanadische Grenze, in die Boundary Waters gefahren um eine 4/5 tätige Kanureise zu unternehmen! Die Planung war mehr als schlampig. Ich kann es Hope, der Programmdirektoren aber nicht über nehmen, denn Sie ist ein herzensguter Mensch, der einfach Zuviel um die Ohren hat. Wir sind also ohne Toilettenpapier, Gewürze, genügend Wasserreinigungsmedikament (Iodine) und Marshmallows zum Timber Frear Loop aufgebrochen.


Es ist im Grunde eine Seeenlandschaft, die man im Kreis durchkreuzt. Obwohl, vielleicht sogar wegen, wir soviel vergessen und nicht geplant haben, war der Trip ein voller Erfolg! Wir haben es geschafft alle Seen zu durchkreuzen und haben alle lebendig und wohlbehalten wieder zurückgebracht. 

Angefangen und geendet haben wir am Whitefishlake. Von dort aus sind wir über Elbowlake und Lostlake über Frear, Timber und Elbow gepaddelt. Es hat wettertechnisch alles gepasst. Nur einmal mussten wir wegen Gewitter notgedrungen campen. Ein anderes Mal konnten wir den Aussteigepunkt am Frearlake nicht finden. Das hat uns ein wenig wahnsinnig gemacht. 

Bevor ich endlich mal ein paar Bilder einfüge, erkläre ich noch die große Unbekannte im Raum. Wie kommt man von See zu See? Die Antwort lautet: einfach alles einen Pfad entlang schleppen. Alles, das bedeutet eben auch die Kanus. Bevor wir zu dem Trip aufgebrochen sind, haben wir ein spezialisiertes Kanutraining bekommen. Hier haben wir gelernt, was man tut, wenn ein Kanu kentert und eben auch, wie eine Person ein Kanu auf den Schultern trägt. 

Mit Schulterpostern ist es halb so schlimm. Auch die Länge an Pfaden war nicht das Problem. Wirklich nervig war, dass die Pfade überwuchert und nicht gepflegt waren. Der Tag, an dem ich ein Kanu über 200 Kanulängen, den Berg hoch und runter und über umgefallene Baumstämme getragen habe, war anstrengend. Genug der Technik, jetzt gibt es ein paar Eindrücke:

Am letzen Tag war es dann Mutter Natur, die uns neben diesem Weißkopfseeadler, ein weiteres Wunder beschert hat. Auf den Bildern sieht es unscheinbar aus, aber die Mücken waren SCHLIMM da im Norden. Keine Gnade und offensichtlich keine Menschen hatten sie in einer langen Zeit gesehen. An einigen Stellen war es wirklich unerträglich. Wann immer du dich in Deutschland über Mücken beschwert hast, fahre an die US-kanadische Grenze und du wirst nicht wieder ein Wort sagen.

Zurück zum Wunder der Natur. Am letzen Abend waren so gut wie keine Mücken draußen. Besser noch war der Blick über den Whitefishlake, wo am anderen Ufer, unter dem schönsten Sternenhimmel, den ich je gesehen habe, ein Blitzsturm tobte. Wahnsinn, die Natur!


Fortsetzung zu CITs folgt!

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