Endspurt im Camp - August
Gleichzeitig war es auch der Zeitpunkt, an dem viele von uns die Anzeichen von Überarbeitung zu spüren bekamen. Nicht so sonderlich hilfreich war, dass ein paar Kluge Köpfe im Büro gekifft haben. Daraufhin mussten alle Counselors, die können, das Camp am Wochenende verlassen.
Das hat uns international people aber härter getroffen, denn nur einer von uns hat ein Auto. Wir waren quasi gefangen im Camp. Zu Essen gab es lecker Saladbar vom Vortag. Das war aber wieder einer dieser Momente, die nicht wirklich bedeutend waren, denn der Zusammenhalt im Camp war stets größer als jede Schikane vom Boss.
Im Grunde war diese erste Woche ohne CITs meine beste Woche als Counselor im Camp. Denn aufgrund eines Fehlers in der Planung hatte ich keine Hütte mit Kindern, war aber gleichzeitig auch nicht “support staff”. Assistent Director als Freunde machen es möglich. Ach, das war eine nette Woche. Das ganze Camp rief meinen Namen.
Lenny,Lenny,Lenny! Manchmal nervig aber es war meine time to shine. Im Grunde war es aber meine geile Position, die das möglich gemacht hat. Denn ich war immer nur eine kurze Zeit mit einer Gruppe von Kindern zusammen. Manchmal musste ich aushelfen, wenn Betreuer nicht mehr konnten oder zu spät waren. So war ich am Anfang bei den kleinsten Jungs und am Ende bei 12 jährigen, weil Nick einfach nicht mehr konnte. Für einen 17 jährigen mental instabilen ist zu lange im Camp toxisch.
Lagerfeuer zu Beginn der Woche:
Dann eine kurze Zeit in der verrückten Teenager Mädchenhütte:
Anschließend habe ich den Großteil der Woche mit den durchgedrehtesten Cherries (7/8/9) jährigen Mädchen verbracht. Warum? Die besten Kollegen! Irgendwann war es gut, dass ich in eine andere Hütte beordert wurde, denn die Liebe der Kinder zu mir war mehr als angemessen. Es war aber nichtsdestotrotz eine witzige Zeit und ich bin mir sicher, dass Ricky den Anruf nicht vergessen wird, bei dem ich mitten in eine Kissenschlacht gelaufen bin.
Die Hütte der Cherries war ein Desaster:
Die Aufteilung in Achievements habe ich schon erklärt, aber was habe ich diese Woche gewählt? Meine Standardwahl: Horses - AM, Waterfront/boats - PM
Hier habe ich natürlich auch ein paar Bilder. Mit den Pferden habe ich rumgehangen, weil die Kollegen im Reitstall die besten sind ( Cowboy-Dan, Jeanna, Sian und Lia). Und sobald es warm wurde, hat Kajack/SUP am Nachmittag mehr Spaß gemacht.
Ein paar Highlights der Woche will ich aber hier noch erwähnen. Da war zum einen mein Interview für die Campzeitschrift - a.k.a der Moment in dem ich bemerkt habe, dass längere Haare mir gut stehen
Dann war da natürlich noch ein ganz magischer Moment, als ein Blitzsturm am Mittwoch über das Camp fegte. Eine verrückte Crew, angeleitet von mir, hat sich dann lebensmüde zum Dock begeben, um diese beeindruckenden Bilder aufzunehmen:
Das war der Hammer! Im Grunde waren die Warnungen (Wind mit 160kmh) dramatischer als was uns im Camp getroffen hat. Ausgeflippt sind trotzdem alle. Witziger war in dieser Woche die Essstäbchenchallenge - ALLE Gerichte mussten mit Ständchen gegessen werden. Ich wurde gleich zu Beginn ausgetrickst und bin ausgeschieden. Emily dagegen, ein Meister, hat durchgehalten:
Zum Ende der Woche haben wir dann immer ein Closing Campfire gehabt, wo wir die Camper verabschiedet haben. Wie das aussieht, habe ich hier festgehalten. Auf dem Bild unsere gute Hailey, die dem Camp 13 Jahre lang treu war.
Am Freitag als wir die Camper endlich loswaren, war es wieder Us-time. Chooch chooch - das Lokal ruft!
In der Kleinstadt im nirgendwo unser Frilight der Woche - the Chooch:
Warum ist es das coolste Restaurant? Kein ID-check und gutes Essen mit den besten Kollegen. Der Abend sollte aber noch interessanter werden.
Am Abend haben wir nach Minneapolis geubert. Hier haben wir uns im Club “Gay 90s” verabredet. Warum? Es gibt nur einen Grund: Eintrittsalter ist offiziell 18 und man kann dann halt nicht trinken. Im Camp habe ich unzählige neue Erfahrungen gemacht. An diesem Abend wurde ich nach 2 Minuten vom Türsteher aus dem Club gekickt, weil ich für eine kurze Zeit mein Alter vergessen habe.
Das war aber nicht weiter schlimm, vielleicht sogar Schicksal. Denn so konnten wir ein wirklich bombastisches Feuerwerk über dem Baseballstadium bestaunen. Es war ein fantastischer Abend.
Das Wochenende waren wir “Internationals” mal wieder alleine. Aber hey, Sian aus UK, Sev aus München, Rafa und Hector aus Mexiko, Gise und JD aus Bogota, Lucia aus Spanien und Danielle aus Chicago waren einfach immer eine gute Kombo. Hier erklärt ein Brite einem Ami die 50 Staaten:
In der letzen Woche im Camp sollte ich auf die BOLD-Kanutour gehen. Interne Streitereien und Personalmangel führten dann dazu, dass ich noch eine reguläre Woche als Counselor arbeiten sollte. Walnut cabin - die jüngsten der jüngsten Jungs. Immerhin hat mich mein Co Kimmy immer über Wasser gehalten. Es war brutal. Ich habe in dieser Woche eine ganze Kollektion an burnt-out counselors erstellt aber vielleicht sagt Carlos, aus Spanien, und Kimmys Bild alles:
Irgendwie haben wir dieses Camp dann doch noch gerockt und unerklärlicherweise hatten die Kinder eine gute Zeit. Vielleicht war die Schönheit der Natur oder die Leidenschaft der Betreuer, die dieses Camp laufen ließen. Es war jedenfalls nicht das trockene Salsa-chicken (zum 10. Mal)!




























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