Los Angeles (2/2) - auf Sheldon’s Platz

 

Ich hatte an meinem ersten Tag in L.A. schon soviel geschafft, dass ich mir für den letzten Tag etwas besonderes überlegt hatte. An diesem Tag habe ich das one-and-only Warner Brothers Filmstudio in Burbank besucht. Die Wahl zwischen den Filmstudios in Hollywood zu treffen ist gar nicht so einfach. Mein Reiseführer hat mir jedoch diese Tour ans Herz gelegt. An diesem Tag ging nichts ohne Uber.


Ich denke, dass das Logo hier allen bekannt ist. Zu den bekanntesten Produktionen zählen vielleicht Casablanca, Herr der Ringe, Friends und The Big Bang Theory. Ein paar Sets sollte ich heute, von den oben erwähnten, noch zu Gesicht bekommen. Frei rumlaufen war auf dem Geländer natürlich nicht erlaubt. Stattdessen wird man in so kleinen Minibussen durch die Gegend gefahren. Man lernt während der Tour auch wirklich viel über Filme. Was ich von der Tour mitgenommen habe ist, dass das gesamte Gelände für die Produktion genutzt wird. Es wird nicht nur in den Hallen gedreht, sondern eben auch im Mitarbeitercafe und auf dem Parkplatz. Auf dem ersten Bild ein klassisches Filmstudio. Auf dem zweiten Bürogebäude oder eben kurz Krankenhaus für eine Serie.


Man fährt während der Tour durch aufwendig gestaltete Landschaften. Lass es den Jungle aus Jurassic Park, den Suburb aus irgendeiner Sitcom sei oder eben New York City.




Was mir an der Tour am besten gefallen hat, ist die Atmosphäre, auf einem arbeitendem Filmstudioboden zu stehen. Überall waren Leute am arbeiten, beziehungsweise Filmen. Während wir also unser Tourifoto vor dem Brunnen aus Friends aufnahmen, wurde im Hintergrund Live „Young Sheldon“ gedreht.




Das ist aber auch so ziemlich der Teil der Tour, den man mit einem Guide zurücklegt. Danach geht es durch Ausstellungen und Stillgelegte Sets, wo man für Fotos posieren kann. Hier bin ich in „Friends“


Und hier klopfe ich dreimal an Pennys Tür. Ist aber leider keiner da


Anschließend kommen Filmtechnikfans noch auf ihre Kosten, denn es gibt noch viel zu lernen und erleben über Ton, CGI und Specialeffects. Hier grüßt der Kollege aus Harry Potter:




Das war auch so ziemlich mein Aufenthalt im Filmstudio. Zurück in Santa Monica hatte ich nur noch zwei Programmpunkte auf meiner Liste: Santa Monica Pier und Venice. Beides ist irgendwie cool aber auch schrecklich touristisch. Was mir am Santa Monica Pier am besten gefallen hat, ist das hier das Ende von Route 66 ist. Ich bin zwar nicht einmal auf dem Highway gefahren, jedoch habe ich Start und Endpunkte besucht - irgendwie nett.


Von Santa Monica habe ich einen einstündigen Strandspaziergang nach Venice gemacht. Die Venice Canals und Venice Beach haben mir sehr gut gefallen, da sie noch einen authentischen California Vibe abgeben. Am Skatepark wurde übrigens wieder gedreht. Die Strandpromenade von Venice ist mir dann doch selbst als Tourist too much. 






An diesem letzten Abend in Santa Monica habe ich witzigerweise das Mädel aus dem San Francisco Hostel wiedergetroffen, welches ich dort am letzen Abend kurz kennengelernt hatte. Wir haben schon gesagt, dass wir uns das nächste Mal wieder am letzten Abend in irgendeinem HI Hostel wiedersehen.

Als ich dann später am Abend noch, mit meiner Jogginghose und Hoddie, in einer Mall saß und meinen Cheesecake aus der Cheesecake Factory aß, merkte ich dann doch, wie amerikanisch ich eigentlich geworden bin. Das war in kurz und knapp meine Zeit in Los Angeles. Ich merkte gerade, wie das Jetlag mir, auch noch nach einem doppelten Espresso, gerade mächtig zu schaffen macht. Ich könnte jetzt schön zu Hause im Bett liegen, aber nein, ich habe mein Transitflug hier in Paris verpasst, weil der Flughafen Scheiße ist!
Lenny





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